Fraktionssitzung vom 13.10.2025
Die Mecklenburg-Vorpommersche Verkehrsgesellschaft (MVVG) mit Sitz in Demmin stellt sich mit ihrem Geschäftsführer, Herrn Grahn, als zukunftsorientierter Mobilitätsdienstleister im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte vor.
Herr Grahn ist seit 2003 Teil des Unternehmensverbundes PVM/VMS und bringt über 20 Jahre Führungserfahrung aus dem Eisenbahnsektor mit. Als vertretungsberechtigter Geschäftsführer der MVVG hat er maßgeblich daran mitgewirkt, die MVVG mit staatlichen Fördermitteln auszustatten – insbesondere für die Digitalisierung von Vertriebs- und Kontrollsystemen (zuletzt im Jahr 2024). Zu seinen Verantwortlichkeiten gehören der Ausbau und Betrieb regionaler Buslinien sowie die Entwicklung moderner Mobilitätsangebote. Als Sprecher des Unternehmens und Verantwortlicher für strategische Maßnahmen ist Herr Grahn entscheidend in die Digitalisierung des Ticketings und die Integration des MVVG-Netzes in den öffentlichen Nahverkehr Mecklenburg-Vorpommerns eingebunden.
Die MVVG ist als kommunales Busunternehmen zu 100 % im Besitz des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte und betreibt den Linienverkehr im landesweit größten Landkreisgebiet mit ca. 5.600 km². Die moderne Flotte besteht aus rund 190 Omnibussen sowie Kleinbussen (auch E-Fahrzeugen); Zusätzliche Leistungen werden durch Subunternehmer erbracht. Das umfassende Angebot umfasst etwa 94 Regionalbuslinien, mehrere Stadtbuslinien sowie spezielle touristische und saisonale Routen. Ein besonderes Highlight ist der Betrieb der Personenfähre „Aalbude“. Der Hauptsitz befindet sich in Demmin. Weitere Niederlassungen sind in Neubrandenburg, Waren (Müritz), Röbel/Müritz, Friedland, Altentreptow und Stavenhagen angesiedelt.
Mit ca. 133 Beschäftigten – darunter Busfahrer, Mechaniker, Werkstatt- und Dispositionspersonal sowie Service- und Verwaltungsmitarbeitende – gewährleistet die MVVG eine stabile Personalstruktur. Im südlichen Landkreisgebiet werden Fahrleistungen im Auftrag durch Subunternehmer erbracht, wodurch ein flexibles Bedienungsangebot abgesichert ist.
Die Fahrgäste profitieren von hoher Barrierefreiheit und moderner technischer Ausstattung. Neu geschaffene Fahrzeuge bieten Hublifte oder Rampen sowie Leuchtanzeigen und Überwachungskameras. Alle Betriebsstätten sind nach anerkannten Qualitätsstandards zertifiziert. Jährlich werden etwa 9,3 Millionen Fahrplankilometer erbracht und rund 7,5 Millionen Fahrgäste befördert. Der Jahresabschluss 2024 weist einen Überschuss von 931,6 Tausend Euro aus. Der Landkreis bezuschusst jede Fahrkilometerleistung mit 2,05 Euro netto (2023/2024).
Zukünftige Projekte setzen Schwerpunkte bei der Netzintegration, der Digitalisierung (Ticketing, Kontroll- und Vertriebssysteme), der Beschaffung moderner Fahrzeuge sowie der Kooperation mit Landesregiobus-Programmen und der gezielten Einwerbung von Fördermitteln.
Seit 1. Mai 2024 können Bürgerinnen und Bürger im gesamten Landkreis das Rufbussystem ILSE nutzen: Zwischen 8 und 18 Uhr ist werktags eine Bestellung telefonisch, online oder über die App möglich – sofern nicht innerhalb von 30 Minuten ein regulärer Linienbus fährt. Gebuchte Fahrten müssen mindestens 60 Minuten im Voraus angemeldet werden; Das Angebot verbessert die Erreichbarkeit ländlicher Räume und dient auch als Zubringer zu Linienbussen. Das deutschlandweite Deutschlandticket wird im ILSE-Bus ohne Aufpreis anerkannt; für alle anderen Fahrten gilt der Wabentarif Mecklenburgische Seenplatte.

