Viele Menschen verschenken staatliche Leistungen – neue Plattform schafft Klarheit
Ob Wohngeld, Kinderzuschlag, Pflegeleistungen, Grundsicherung, Elterngeld oder andere staatliche Unterstützungen – viele Menschen in Deutschland haben Anspruch auf Leistungen, die sie nie beantragen. Der Grund ist oft nicht fehlender Bedarf, sondern fehlende Information.
Darauf macht eine neue Online-Plattform aufmerksam, die vom Lehrstuhl für Sozialrecht und Verwaltungswissenschaft der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer entwickelt wurde. Unter www.kooperationsgebote-sozialrecht.de können Bürgerinnen und Bürger mit wenigen Angaben zu ihrer persönlichen Situation prüfen, welche Sozialleistungen ihnen möglicherweise zustehen.
Die Plattform bietet nicht nur eine individuelle Orientierung, sondern erklärt auch verständlich, welche Rechte Antragstellende haben und welche Unterstützung die zuständigen Behörden leisten müssen. Nach Angaben der Universität werden keine personenbezogenen Daten gespeichert; das Angebot dient als unkomplizierte erste Einschätzung.
Gerade in Zeiten steigender Lebenshaltungskosten kann es für Familien, Alleinerziehende, Rentnerinnen und Rentner sowie Menschen mit geringem Einkommen einen großen Unterschied machen, wenn vorhandene Ansprüche tatsächlich genutzt werden.
Unser Hinweis
Die BSW-Kreistagsfraktion Mecklenburgische Seenplatte begrüßt jede Initiative, die den Zugang zu sozialen Leistungen erleichtert und Bürokratie verständlicher macht. Wer Unterstützung benötigt oder unsicher ist, welche Leistungen in Frage kommen, sollte dieses Angebot nutzen und sich zusätzlich bei den zuständigen Stellen beraten lassen.
Zur Plattform: https://www.kooperationsgebote-sozialrecht.de/
Soziale Gerechtigkeit beginnt oft damit, dass Menschen ihre Rechte kennen.

