Berufliche Bildung stärken: Wir fordern klare Prioritäten für Ausbildung, Fachkräfte und moderne Schulen
Die Antwort des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte auf die Anfrage der BSW-Fraktion zur Sicherung und Weiterentwicklung des Ausbildungsniveaus an den beruflichen Schulen zeigt deutlich: Die berufliche Bildung steht vor großen Herausforderungen – gleichzeitig gibt es aber auch erhebliche Chancen für die Region.
Für das BSW Mecklenburgische Seenplatte ist klar:
Eine starke Region braucht starke berufliche Schulen, moderne Ausbildungsbedingungen und echte Zukunftsperspektiven für junge Menschen.
Besonders deutlich wird in der Antwort des Landkreises, dass es weiterhin Probleme bei der Unterrichtsversorgung in technischen und gewerblichen Fachrichtungen gibt. Lehrermangel, Mindestschülerzahlen und bürokratische Hürden gefährden langfristig die Ausbildungsqualität. Gleichzeitig wird bestätigt, dass moderne Werkstätten, digitale Infrastruktur und neue Technikräume dringend benötigt werden.
Positiv bewertet das BSW MSE die geplanten Investitionen in die beruflichen Schulen. Für 2026 sind Investitionen von fast 12 Millionen Euro vorgesehen – unter anderem für Digitalisierung, Werkstätten und Gebäudesanierungen.
Dazu erklärt das BSW MSE:
„Berufliche Bildung darf nicht länger wie ein Nebenschauplatz behandelt werden. Unsere Region braucht Handwerker, Pflegekräfte, IT-Fachkräfte und Techniker. Wer Fachkräfte sichern will, muss endlich konsequent in moderne Ausbildung investieren.“
Besonders wichtig sei dabei die Stärkung der regionalen Wirtschaft. Ausbildungsangebote müssten sich stärker an den tatsächlichen Bedürfnissen von Betrieben und jungen Menschen orientieren. Das BSW fordert deshalb mehr regionale Entscheidungskompetenz für die Schulen sowie weniger starre Mindestschülerzahlen, damit auch kleinere Ausbildungsangebote im ländlichen Raum erhalten bleiben können.
Auch die Rolle des RBB Müritz als bundesweit ausgezeichnetes Leuchtturmprojekt zeigt laut BSW, welches Potenzial in den beruflichen Schulen der Mecklenburgischen Seenplatte steckt. Moderne Bildung, digitale Kompetenz und enge Zusammenarbeit mit Betrieben müssen künftig Standard werden – nicht die Ausnahme.
Das BSW MSE fordert deshalb:
- mehr Investitionen in moderne Werkstätten und Digitalisierung
- bessere Bedingungen zur Gewinnung von Fachlehrern
- weniger Bürokratie bei Ausbildungsangeboten
- stärkere Zusammenarbeit mit regionalen Betrieben
- langfristige Sicherung aller beruflichen Schulstandorte
- echte Perspektiven für Jugendliche im ländlichen Raum
Die beruflichen Schulen sind ein zentraler Baustein für die Zukunft der Mecklenburgischen Seenplatte. Wer den Fachkräftemangel ernsthaft bekämpfen will, muss jetzt handeln – pragmatisch, regional und mit klaren Prioritäten.
Quelle: Antwort des Landkreises auf die Anfrage der BSW-Fraktion im Kreistag zur „Sicherung und Weiterentwicklung des Ausbildungsniveaus an den beruflichen Schulen des Landkreises“.
