ÖPNV braucht Transparenz statt Blindflug
Die geplante Neuordnung des Nahverkehrs im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte wirft weiterhin zahlreiche Fragen auf. Im Mittelpunkt stehen die Übernahme der NVB, die Verschmelzung mit der MVVG sowie die tatsächlichen finanziellen Auswirkungen für den Landkreis und die Steuerzahler. Bis heute ist unklar, welche Synergieeffekte tatsächlich erreicht werden können, welche Kosten und Verpflichtungen übernommen werden und ob die versprochenen Einsparungen die zusätzlichen Belastungen tatsächlich ausgleichen.
Für das BSW gilt: Öffentliche Daseinsvorsorge braucht Transparenz, Wirtschaftlichkeit und eine ehrliche Kostenrechnung. Entscheidungen über den Nahverkehr dürfen nicht auf Annahmen beruhen, sondern müssen auf belastbaren Zahlen basieren. Die Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht darauf zu erfahren, welche finanziellen Folgen die Umstrukturierung langfristig für den Landkreis hat. Ein leistungsfähiger ÖPNV ist unverzichtbar – aber er muss solide geplant und verantwortungsvoll organisiert werden.
