BSW-Fraktion fordert vollständige Transparenz bei der Neuordnung des Nahverkehrs
Die BSW-Fraktion im Kreistag Mecklenburgische Seenplatte sieht sich durch die Antworten des Landrates auf ihre Anfrage zur Neuordnung des öffentlichen Nahverkehrs in ihrer Kritik bestätigt. Zwar werden Einsparpotenziale von rund 1,06 Millionen Euro in Aussicht gestellt, doch zahlreiche finanzielle Risiken und offene Fragen bleiben weiterhin unbeantwortet.
Nach Angaben der Kreisverwaltung sollen Einsparungen insbesondere durch die Kündigung von Managementleistungen, Optimierungen bei Fahrplänen sowie bei der Fahrzeugbeschaffung erzielt werden. Gleichzeitig räumt der Landkreis jedoch ein, dass die Höhe der zu übernehmenden finanziellen Verpflichtungen aus Altverträgen, IT-Infrastruktur und Fahrzeugflotte derzeit noch gar nicht beziffert werden kann.
„Der Kreistag hat eine weitreichende Entscheidung getroffen, obwohl wesentliche finanzielle Grundlagen noch gar nicht bekannt sind. Das ist kein verantwortungsvoller Umgang mit öffentlichen Geldern“, erklärt die BSW-Fraktion.
Besonders kritisch bewertet das Bündnis Sahra Wagenknecht, dass der Kaufpreis der Neubrandenburger Verkehrsbetriebe (NVB) erst zum Jahresende 2026 ermittelt werden soll. Gleichzeitig setzt die Verwaltung auf weitere, bislang nicht konkret benannte Einsparpotenziale, die sich erst in den kommenden Monaten ergeben könnten.
