BSW-Fraktion MSE warnt vor wirtschaftlicher Schieflage durch Corona-Rückforderungen
Die Kreistagsfraktion BSW – Vernunft und Gerechtigkeit im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte schlägt Alarm: Die aktuellen Rückforderungen von Corona-Hilfen durch das Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern (LFI) gefährden die wirtschaftliche Stabilität zahlreicher kleiner und mittelständischer Unternehmen in der Region.
Nach aktuellen Einschätzungen könnten im Landkreis bis zu 1.000 Betriebe betroffen sein, mit Rückzahlungsforderungen zwischen 6.000 und 12.000 Euro pro Unternehmen. Besonders kritisch: Über 90 Prozent der Unternehmen im Landkreis sind Klein- oder Kleinstbetriebe – also genau jene, die kaum finanzielle Rücklagen haben.
„Was hier passiert, ist nichts anderes als ein wirtschaftlicher Rückschlag für unsere Region. Erst wurden Unternehmen in der Krise unterstützt – jetzt droht vielen durch Rückforderungen das Aus“, erklärt die BSW-Fraktion.
Aus Gesprächen mit Unternehmern wird deutlich: Ohne tragfähige Lösungen drohen Betriebsschließungen und Insolvenzen. Die Folgen wären gravierend – für Arbeitsplätze, Investitionen und die gesamte regionale Wirtschaft.
BSW fordert klare Antworten und konkrete Hilfe
Die Fraktion hat deshalb eine umfassende Anfrage an den Landkreis gestellt. Im Mittelpunkt stehen:
- Transparenz über die Anzahl und Struktur der betroffenen Unternehmen
- Eine realistische Einschätzung der wirtschaftlichen Folgen
- Klare Aussagen zu den Einflussmöglichkeiten des Landkreises gegenüber Land und LFI
- Konkrete Maßnahmen zur Unterstützung der betroffenen Betriebe
„Es kann nicht sein, dass Unternehmen nach Jahren der Unsicherheit jetzt allein gelassen werden. Wir erwarten, dass sich der Landkreis aktiv für wirtschaftlich tragbare Lösungen einsetzt“, so die Fraktion weiter.
BSW: Politik muss jetzt handeln – nicht zuschauen
Das BSW fordert:
- Stundungen und Ratenlösungen statt Existenzgefährdung
- Härtefallregelungen für besonders betroffene Betriebe
- Eine enge Zusammenarbeit mit IHK und Handwerkskammern
- Klare politische Signale an das Land Mecklenburg-Vorpommern
„Wer den Mittelstand schützt, schützt Arbeitsplätze und regionale Wertschöpfung. Wer jetzt untätig bleibt, riskiert bleibende Schäden für unsere Region.“
